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Dieser Hilferuf erreichte uns über einen Tierschutzverteiler:
“Diese kleine, braune scheue Hündin lebt in Casa Luca.
Es ist ein furchtbares Canile in der Nähe von Rom. Es gibt dort so gut wie keine Vermittlung. Die meisten Hunde, die dort eingekerkert sind, kommen eigentlich nie wieder heraus. Es gibt keine Informationen über die Hunde, da es keine Aufzeichnungen darüber gibt, warum oder wieso ein Hund abgegeben wurde. Die Hunde erhalten keine medizinische Versorgung und es macht auch keiner etwas mit ihnen. Es gibt dort keine Katzen oder Kinder und die Hunde leben meist einzeln oder höchstens zu zweit nur in einem kleinen Zwinger. Keiner lässt die Hunde mal raus oder geht mit ihnen spazieren. Auch uns wird das nicht gestattet, so dass wir nur das haben, was man sehen kann, wenn man die Hunde in ihrem Zwinger filmt oder fotografiert. Die Pässe erhalten wir meist erst am Tag der Ausreise. Dort findet man das Date of microchipping – der Tag, an dem die Hunde ins Canile gekommen sind.
Leider kann man daher so wenig über diese kleine, sehr scheue Hündin sagen. Es bedeutet für die Hunde sehr großen Stress, in solch einem Canile jahrelang zu leben, Viele Hunde sind schon nach einigen Monaten völlig am Ende. Diese Hunde sind die Vergessenen von Italien .
Gerade deshalb hätte diese kleine scheue Hündin ein besseres Leben in einer tierlieben Familie verdient, wo sie die furchtbaren Jahre von Casa Luca vergessen kann.”
Am 05. Dez. 2010 ist sie, die jetzt “Rosa” (nach einer verstorbenen lieben Freundin) heisst, in den frühen Morgenstunden nach einer abenteuerlichen Fahrt über tief verschneite Autobahnen zu uns gekommen. Sie soll ca. 2005 geboren sein und ist noch in Italien kastriert worden. Natürlich können wir noch nicht viel zu Rosa sagen, es wird einige Zeit vergehen, bis wir sie besser kennengelernt haben. Sie wohnt bei uns im ehemaligen Büro mit mehreren Hunden zusammen,
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ist sehr verträglich und im Moment noch sehr verschüchtert. Den ersten Tierarztbesuch hat Rosa hinter sich (Blutabnahme fürs Reiseprofil, Impfung, Fädenziehen nach der Kastration). Es war schlimm für sie, musste aber sein. Rosa ist sehr bestechlich mit Leckerchen, das Futter schmeckt ihr und seit heute, 09. 12., macht sie erste, gaaanz zaghafte Versuche, mit den anderen Hunden herauszulaufen. Sie traut sich noch nicht, aber bis zum Flur hat sie es schon geschafft. Vor der Zimmertüre ist ein Kindersicherungsgitter angebracht, so dass die Hunde immer alles im Blick haben.
Inzwischen traut sie sich hinaus, wenn nicht so viele Menschen da sind:
Juli/Aug. 2011:
Rosa ist mutiger geworden. Sie kommt auch hinaus, wenn Fremde da sind, nimmt dann sogar Leckerchen aus der Hand. Sie hat so viel Freude, wenn sie mit ihren Hundefreunden im Auslauf ist.
Wir suchen für unsere Rosa ein Zuhause bei sehr geduldigen, einfühlsamen Menschen, die ihr die Zeit lassen, die sie braucht, um Vertrauen zu fassen. Haus mit eingezäuntem Garten ist Voraussetzung und auch - gaaaanz wichtig - ein freundlicher Artgenosse. Rosa liebt andere Hunde, die geben ihr Mut.
12. Dez. 2011
Rosa wohnt seit heute, ein Jahr, nachdem sie zu uns gekommen ist, als Pflegehund bei Heike und Manfred. Die beiden sind seit vielen Jahren Gassigänger und schon drei Hunde von uns wohnen bei ihnen. Wir freuen uns sehr für Rosa, die jetzt bestimmt schnell lernen wird, dass sie keine Angst von Menschen haben muss. Der Anfang ist gemacht, wie man hier sieht
Ein ganz dickes DANKE an Euch beide :-)))
Heike und Manfred schreiben:
Hallo Ulla, Hallo Heidi gestern zog Rosa bei uns ein. Mit lauten Gebell wurde sie begrüßt (und das kam von Joy, Funny und Moro). Sie ging langsam aus der Transportbox und meinte, ich schau mich mal um. Neugierig sah sie in jede Ecke, betrachtete ihre neuen Mitbewohner. Fand es sehr interessant, dass ihresgleichen sich auf Couch und Sesseln lümmeln dürfen. Wie man auf den Bildern sieht, lernt Rosa sehr schnell. Sie ist eine liebe, neugierige, ruhige, ängstliche(ein bischen Menschenscheu) Hündin. Ihre große Liebe geht durch den Magen. Bis bald die Geher
April 2012
Wir können es kaum glauben und freuen uns ein Loch in den Bauch: Rosa geht spazieren !!! In ganz kleinen Schritten und mit viel Liebe und viel Mühe hatten Heike und Manfred Rosa davon überzeugt, dass in ihrem (natürlich eingezäunten) Garten nichts Schlimmes passieren kann, das war der erste Schritt. Auf dem Sofa lag sie ja von Anfang an, da war keinerlei Überzeugungsarbeit nötig.
Aber dann ... Pflegemama Heike hatte sich bei uns ein ausbruchsicheres Geschirr besorgt - und stand mit ihr vor dem Tierheimtor :-))))))))
Rosa hatte ihren ersten richtigen Spaziergang gemacht und wollte uns Hallo sagen ! Inzwischen geht sie wie die drei Hunde der Familie Funny, Joy und Moro spazieren, und zwar nicht nur mal eben “um den Block”, 1 1/2 Stunden sind da gar nix
Heike und Manfred schreiben:
Hallo Ulla, Hallo Heidi kleine Neuigkeiten von Rosa. Sie hatte es ganz schön schwer mit uns. Diese lästigen Menschen liessen sie einfach nicht in ihre Agonie verfallen. Sie musste sich streicheln lassen, sie musste sich ein Halsband anziehen lassen, sie bekam ein Geschirr, damit musste sie im Garten mit Heike ihre Runden drehen. Sie war damit überhaupt nicht einverstanden und biss in die Leine, streckte und drehte sich, damit sie aus Halsband und Geschirr kam und wofür: Seit Karfreitag geht unsere ROSA mit uns und Moro, Funny und Joy spazieren. Anfangs ganz zaghaft mit eingezogenen Schwanz und auf die Tour keiner darf mich ansehen und auch ich sehe keinen. Doch jetzt lässt sie sich das Geschirr anziehen, läuft zur Tür, setzt sich davor, mit dem Hinweis ich gehe mit. Und los geht es. Mit wackelnden Schwanz geht sie hinter uns her, kein Zug auf der Leine, ist interessiert an ihrer Umwelt. Sie läuft hinter ihrem Rudel her, wenn sie Leute erkennt, die für Leckerchen bekannt sind, nimmt sie diese Leckerchen und lässt sich streicheln. Rosa schaut immer, wo wir sind. Die Langlaufleine ist nie gespannt, sie sucht schnell unsere menschliche Nähe. Ein Spaziergang mit Rosa macht viel Spass, wir üben jetzt dass Zurückkommen, was sie wunderbar macht. Glaubt mir Leute: Rosa ist zwar noch schüchtern aber nicht mehr so ängstlich. Sie springt mit ins Auto, denn sie weiss nach einiger Zeit gehen wir in den Wald, dort sehen wir noch mehr Hunde, dort wird geschnüffelt, und wenn sie dann müde wird, springt sie ins Auto und meint Fahrer bringe mich nach Hause. Rosa macht uns viel Freude. Sie ist jetzt so ganz anders. Man erkennt sie kaum wieder. Sonntags soll sie mal mit in die Hundeschule gehen. dann bis bald und viele Grüsse von Heikemanfredmorojoyfunnyrosa.
Heike und Manfred, wir könnten Euch knuddeln. Dass Ihr das hinbekommen habt, ist wunderbar :-))
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