Nelson

SIE SUCHEN DAS BESONDERE? Sie wünschen sich einen intelligenten Mitbewohner, der Sie fordert? Sie kuscheln gerne?
HABEN SIE HUMOR UND KÖNNEN SIE KONSEQUENT SEIN?

Dann könnte hier Ihr „Jackpot“ warten!

Nelson: Mischling, geb. 2004, kastriert, langhaarig, grau/braun. Er ist ein „Wölfchen im Schafspelz“. Er sieht aus wie ein putziger Schnauzer-Mischling, hat aber das Wesen und die Agilität eines Border Collies. Daher sucht er ausdrücklich aktive Menschen, die Freude an sehr langen Ausflügen und Hundesport haben. Leider ist eine Vermittlung aufgrund seines fordernden Wesens einmal schiefgelaufen und der sensible Rüde war völlig schockiert wieder im Zwinger zu sitzen.

Nelson ist ein ausgesprochen intelligenter, treuer, verspielter, anhänglicher, sensibler, verschmuster, kumpelhafter, gehorsamer, kinderfreundlicher, humorvoller und sehr anstrengender Hund. Seine Freundschaft muss Mensch sich erst verdienen, hat man sich sein Vertrauen erarbeitet und hält die erste Woche durch, dann bekommt man einen Freund fürs Leben.

Er lernt täglich neue Tricks, kann alle gängigen Grundkommandos und setzt neu Erlerntes fast augenblicklich um. Daher ist hier eine konsequente und ruhige Führung absolute Vorraussetzung. Denn unangenehme Eigenschaften (zerren am Hosenbein, hochspringen, etc) speichert er genauso schnell ab, wie gutes Benehmen. Er wird die neue Bezugsperson die ersten Tage auf Humor, Nervenstärke, Durchsetzungskraft und Temperament prüfen. Hält man dieser Überprüfung stand, dann steht langen Wanderungen und ausgiebigen Schmusestunden nichts mehr im Wege.

Nelson sollte eher als Einzelhund vermittelt werden. Zum einen sucht er sich Artgenossen, die er sympathisch findet -unabhängig vom Geschlecht- selber aus und zum anderen fordert er seine Menschen besonders in der Anfangszeit sehr.

Er fährt gerne Auto, hat aber noch etwas mit Übelkeitsanfällen zu kämpfen. Allerdings trainiert er fleißig für „den Ernstfall“. Aufgrund seines eher Border Collie typischen Verhaltens bei Aufregung in die Beine zu kneifen oder am Ärmel zu ziehen, sollte er nicht in eine Familie mit Kindern vermittelt werden. Er ist trotzdem kinderfreundlich.

Dieses lästige Verhalten legt sich bei vernünftiger Auslastung und gelassenem Verhalten seitens des Hundeführers (an ehrenamtlichen Gassigängern bereits erfolgreich erprobt ) bei Spaziergängen völlig. Er zeigt es nur noch auf dem Tierheimgelände, wenn es rausgeht und er vor lauter Aufregung kaum noch „Luft kriegt“.

Videos: http://www.youtube.com/watch?v=gjUTg0FfRuc

http://www.youtube.com/watch?v=mG0ShUPfdxY

http://www.youtube.com/watch?v=eH52KoGDKaw


 

Eine nette Hundefreundin aus Bremen hat uns dieses Plädoyer für Nelson geschickt. Wir bedanken uns herzlich und hoffen, dass “seine” Menschen das lesen !

Hallo Tierheim Nümbrecht,

ich möchte Menschen, die sich Nelson auf dieser Website anschauen,
unbedingt ermuntern, sich auf diesen Hund einzulassen!

Als ich die Beschreibung von Nelson las, dachte ich "Ganz genau so und
nicht anders hätte ich auch unseren Hund Mika beschrieben, als er zu uns
kam". Mika, ein damals ca. 1 1/2 jähriger, bereits kastrierter
vermutlich Deutsch Drahthaar-Border Collie-Mix-Rüde landete im Juli 2008
als Fundtier im Bremer Tierheim und zog schon zwei Wochen später zu uns.
Die ersten drei Wochen waren super anstrengend, abends waren wir völlig
ausgelaugt und frustriert, weil wir seinem Temperament (noch) nichts
entgegen setzen konnten. Und wir waren überzeugt davon, dass dieser Hund
ausgesetzt wurde, eben weil er so anstrengend, respektlos ist. Auf
Spaziergängen wollte er alles und jeden im Umkreis von 50 m SOFORT
persönlich und ausgiebig begrüßen und untersuchen, zog uns nur an der
Leine hinter sich her. Seine Frustrationstoleranz war anfangs gleich
Null, er schien es nicht gelernt zu haben, dass man ihm Grenzen setzt.
Er war ein hochaufgeregter Anarchist mit gehörigem Dickkopf - und ... ER
WAR SCHLAUER ALS WIR ... ! Das änderte sich aber schnell, denn wir
meldeten uns prompt zu einem Hundekurs an. Dort lernten wir, wie unser
Hund "tickt" und wie Hundeerziehung, die ja in erster Linie
Konditionierung ist, funktioniert. Ab da ging es viel einfacher. Mika
lebt nun seit bald zwei Jahren bei uns und wir sind froh, dass wir die
ersten schwierigen Wochen durchgehalten haben. Um nichts in der Welt
werden wir diesen Hund wieder hergeben! Aktuell machen wir den sog.
Hundeführerschein und ich habe keinen Zweifel, dass Mika ihn bestehen wird!

Erfindungsreiche und durchsetzungsstarke Persönlichkeiten wie Nelson
(und Mika) wollen körperlich und mental gefordert werden, brauchen
positive Bestätigung, wollen Anschluss haben und wünschen sich
Bezugspersonen, mit denen es spannend ist und zu denen sie
"hinaufschauen" können, weil sie in seinen Augen noch schlauer sind als
sie selbst. Wer sich mit Geduld, Souveränität und Phantasie wirklich
einlässt auf solch einen liebenswerten Wirbelwind, der lernt schnell,
wie man seine Aufmerksamkeit bekommt (und hält und ihn so daran hindert,
die Dummheiten, die er gerade im Kopf hat, umzusetzen), wie man ihn
sanft "runterregeln" kann, wenn er vor Aufregung schier platzen will.
Das sind Anfangsaufgaben und die Videos von Nelson belegen, dass er
schon viel gelernt hat!

Mit einem Hund wie Nelson wird es nie langweilig, bekommt man einen
grundehrlichen und treuen Freund fürs Leben, der seine Menschen jeden
Tag mit seiner Zuneigung überschüttet. Hunde wie Nelson haben Sonne im
Herzen und das Potenzial zu "Everybodys Darling", sie sind Clowns, mit
denen man viel Spaß hat.
Mal ganz ehrlich: Nach der Erfahrung, die wir mit Mika gemacht haben,
würden wir uns SOFORT für Nelson bewerben! Wenn, ja wenn denn noch ein
Hundeplatz bei uns frei wäre. Aber für Mika gilt das Gleiche wie für
Nelson: Er sollte besser als Einzelhund gehalten werden.

Ich wünsche Nelsons nächsten Menschen schon jetzt viel Freude mit und an
diesem Hund!

Margit
aus Bremen