In eigener Sache

Was ? Geld bezahlen sollen wir auch noch, wenn wir Ihnen ein Tier “abnehmen” ? Wir haben gedacht, Sie sind froh, wenn Sie ein Tier vermitteln können, aber dafür auch noch bezahlen ?

So werden wir häufig gefragt, wenn wir den Menschen, die eines unserer Tiere übernehmen möchten, sagen, dass eine Schutzgebühr bezahlt werden muss und natürlich ein Schutzvertrag abgeschlossen wird.

Natürlich freuen wir uns über jede gelungene Vermittlung, wenn einer unserer Schützlinge wieder in ein Zuhause einziehen darf. Aber Vermittlung, nur um die Tiere “los zu werden”, nein danke !

Wir schildern hier einmal, was von uns aufgebracht werden muss, um unsere Tierschutzarbeit überhaupt möglich zu machen.

Da wäre die Darlehensrückzahlung für unsere Tierherberge in Köln-Ostheim, Herkenrathweg 5, in der alle unsere Tiere leben. Wie wir es jeden Monat schaffen, dieses Geld aufzubringen, fragen wir uns oft selbst. Irgendwie klappt es immer, meistens haben wir vor dem Zahlungstermin schlaflose Nächte ... Danke an den ETN für die Unterstützung, sonst ginge gar nichts mehr. Essen wollen alle auch, also müssen wir Futter kaufen. Zum Tierarzt müssen sie alle. Nicht geimpft, nicht gechipt, nicht kastriert, häufig Operationen, Zähne müssen saniert werden, Wurmkuren, Flohmittel, Mittelmeer-Check bei Tieren aus dem Ausland mit anschliessender Behandlung bei positivem Ergebnis, Medikamente gegen z. B. Ohrentzündungen, Salben gegen Hauterkrankungen, manche brauchen teures Diätfutter usw. usw Hinzu kommen die vielen Kastrationen der freilebenden Katzen, die natürlich nicht vermittelt werden, sondern in ihren Lebensraum zurückgehen und dort versorgt werden. Hier stellen wir Futter zur Verfügung.

Wir brauchen Waschpulver, Spül- und Reinigungsmittel, Eimer, Schrubber, Aufnehmer, Müllsäcke, Holz, Dachpappe, Baumaterialien usw. für Reparaturen (manches wird gespendet, vieles müssen wir kaufen). Irgendetwas ist immer kaputt. Briefmarken, ab und zu Büromaterial, Telefon etc. etc.

Bestimmt haben wir bei dieser Aufzählung einiges vergessen.

 

Wir finanzieren dies alles ausschliesslich durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und eben Schutzgebühren. Niemand von uns bekommt Geld für die Arbeit, wir arbeiten alle ehrenamtlich. Alles kommt den Tieren zugute. Die Schutzgebühren decken bei weitem nicht die Kosten, die entstehen, bevor ein Tier vermittelt wird.

Rechenbeispiel:

z. B. Tierarztkosten (Impfungen, Parasitenbehandlungen, Mikrochip, Kastration, Mittelmeercheck (bei Tieren aus dem Ausland etc.) OHNE Zusatzkosten für Operationen, Behandlung im Krankheitsfall etc. für

Rüde (kastriert) ca. 350 Euro
Hündin (kastriert) ca. 450 - 500 Euro
Katze (kastriert) ca. 160 Euro

und stellt man diesen Ausgaben die Schutzgebühren von

300 Euro (Rüde/Hündin kastriert, geimpft, gechipt) bzw.
120 Euro (Katze kastriert, geimpft, teilweise gechipt)

gegenüber, kann jeder leicht nachvollziehen, dass ohne Schutzgebühren gar nichts geht. Und da gibt es auch keinen Verhandlungsspielraum !