|
 |
Welche Sorgen hatten wir uns um ihn gemacht. Der Bluttest hatte ergeben, dass Friedemann FIV positiv ist, das bedeutete, dass er nicht mehr mit anderen Katzen zusammensein durfte. Unsere Quarantäne-Station war noch mit Mama Pasta und ihren Babies besetzt, wohin bloss mit Friedemann ? (Das war uns eine Lehre, inzwischen gibt es einen zweiten, neuen, schönen Quarantäne-Raum.) Wir bastelten eine Art Quarantäne-Station für ihn, das konnte aber auf keinen Fall eine Lösung auf Dauer sein. Wohl zusätzlich ausgelöst durch den Stress bekam Friedemann jetzt auch noch einen heftigen Schnupfen, wir hatten sehr viel Angst um den lieben Kater. Der Tierarzt spritzte ihm ein Antibiotikum, aber so richtig besser wurde es dadurch auch nicht. Durch den FIV-Erreger bildete sein Körper quasi keine Abwehrstoffe gegen den Schnupfen, es musste schnellstens eine Lösung für seine Unterbringung gefunden werden, zumal er auch nicht richtig essen wollte. Eine liebe Freundin besorgte uns dann Gottseidank eine Pflegestelle bei einer netten Dame, die keine anderen Katzen im Haus hat. Friedemann zog mit Ausrüstung (Pariboy zum Inhalieren), seinem Kratzbaum und allem, was nötig war, um. Und von Tag zu Tag ging es ihm besser. Wie waren wir froh und erleichtert, dass er es doch noch geschafft hatte.
Dann meldete sich ein nettes Paar, das Friedemann gerne adoptieren wollte. Friedemann wohnt dort alleine, ein schöner, sicherer Balkon ist auch da, also alles geradezu perfekt. Friedemann zog um und heisst jetzt “Chef” :-))
Seine Menschen schreiben:
Meine liebe Damen,
die kleine hellrote Bestie ist zu einem richtigen Chef geworden - von wegen Friedemann! Ich glaube es geht ihm bei uns gut - der kommt kuscheln, und nicht nur so bißchen wie anfangs, sondern richtig - solange man ihn krault; auch stundenlang! Wenn man allerdigs ein Augenblick abgelenkt wird ist auch weg - bei jemandem anderen die Kuscheleinheiten abzuholen... Ihre Frage ob er gut fressen würde hat mich überrascht - Feuchtfutter (haben bis jetzt 2 x tägl. gegeben) ist seeeeeeeeeeehr schnell weg, das Trockenfutter im Laufe des Tages ein Schälchen; wir haben eher die Sorge dass er dick wird....
Beweisfoto
Wissen Sie ob er früher Freigang hatte? Er fühlt sich unglaublich wohl auf unserem Balkon - in den Pflanzen und auf der Brüstung - ohne Angst und Neugierde - wie selbstverständlich! Wir haben zunächst ein breites Netz angebracht - Chef hat uns aber überlistet und war den Balkon von unseren Nachbarn auszukundschaften (Etage höher).... hat wohl nichts spannendes für sich entdeckt und kam zum fressen nach Hause. Der kletterte im Nu die Pflanze hoch und wieder runter! Darauf haben wir das Netzt abgemacht - es stellte vielmehr ein Hindernis des "sicheren" hoch - und runterkletterns... Vom Balkon oben gibt es keinen weiteren Weg (aufs Dach oder so)
Ansonsten ist er in der Wohnung sehr aktiv - ein Paar Stifte und Spielzeuge sind kaputt gegangen... Mein Mann (der anfangs sehr skeptisch und vorsichtig war) sorgt für den Nachschub und geniesst die Gesellschaft sichtlich ...
|