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Bailey, geb. ca. 2008/2009, ist von einer türkischen Tierschützerin auf einer Müllkippe in Istanbul gefunden worden. Sie humpelte dort auf drei Beinen im strömenden Regen wohl auf der Suche nach Futter herum und hatte das Glück, dass gerade in diesem Moment ein mitfühlender Mensch dort vorbeifuhr und sie mit zu sich nahm. Sie wurde einem Tierarzt in Istanbul vorgestellt, der anhand von Röntgenaufnahmen feststellte, dass ihre rechte Hüfte gebrochen war. Bailey kam dann schnell nach Deutschland, um möglichst bald operiert zu werden. Bei unserem Tierarzt jedoch stellte sich heraus, dass nicht die Hüfte, sondern der Oberschenkel gebrochen war. Bailey wurde noch am gleichen Tag operiert und hat alles gut überstanden.
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Leider stellte sich bei der Untersuchung heraus, dass sie nicht nur diese schlimme Verletzung hatte, sondern auch noch an einem Vaginaltumor und zusätzlich einem Mammatumor an einer Zitze leidet. Das ist lt. Tierarzt nicht dramatisch, aber es steht also noch eine weitere OP bevor.
Bailey ist eine sehr schöne, grosse, liebe, freundliche, ruhige Hündin, die die Ruhe und Wärme in ihrem Häuschen bei uns geniesst. Endlich muss sie sich keine Sorgen mehr um ihr Futter machen, sie wird ausgeführt - im Moment natürlich nur kurz -, ihre Verletzung ist behandelt, so dass sie bald keine Schmerzen mehr hat, das alles gefällt ihr sehr.
08. 02. 2012:
Heute war OP-Tag. Vaginaltumor und Mammatumor sind entfernt worden, jetzt warten wir auf das Ergebnis des Pathologen. Bailey ist ein Goldstück, sie freut sich so sehr, wenn sie gestreichelt wird, wenn sie spazierengehen darf, wenn es Futter gibt, sie ist so dankbar für alles.
14. 02. 2012:
Der Pathologie-Befund hat ein sog. Sticker-Sarkom ergeben, das in einigen Wochen, wenn der operierte Knochen gut verheilt ist, chemotherapeutisch behandelt wird. Die Heilungschancen sind sehr gut. Gottseidank wurde kein Mammatumor festgestellt, an der Zitze hatte sich ganz einfach Fettgewebe gebildet, das entfernt wurde.
11. 04. 2012
Bailey hat heute die erste von geplanten sechs Chemotherapien bekommen. Wir wussten ja, dass es zu heftigen Nebenwirkungen kommen könnte (Übelkeit, Erbrechen etc.) und Bailey hat alles mitgenommen, was möglich war :-( Ihr war so schlecht, sie wollte nichts essen, erbrach das Wasser, wollte nicht hinaus. Am 14. 04., nachdem sie drei Tage nicht essen wollte, bekam sie eine Infusion, um ihr die Übelkeit zu nehmen und am nächsten Tag war alles gut. Bailey frisst, geht spazieren und das Allerbeste ist, dass der Tumor an der Scheide sich schon verkleinert hat. Leider müssen die weiteren Chemotherapien sein, um den Tumor zu zerstören. Sie bekommt aber nun direkt ein Mittel gegen die Übelkeit gleichzeitig mit der Infusion, wir hoffen, dass es dann nicht so schlimm wird.
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